HIC for FAIR

Beschleuniger sind sehr komplexe Maschinen, die den Physikern, die sie bauen, vielfältige Fähigkeiten abverlangen.

Beschleuniger sind sehr komplexe Maschinen, die den Physikern, die sie bauen, vielfältige Fähigkeiten abverlangen. (Bild: Uwe Dettmar, Frankfurt am Main)

Alle Materie auf der Erde, einschließlich unseres Körpers, besteht aus einer gigantischen Anzahl von Atomen. Was ist der Ursprung dieser Atome, wie alt sind sie, wie lange leben sie und wie sind sie entstanden? Der Forschungsverbund „HIC for FAIR“ will Antworten auf diese Fragen finden. 

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln hierfür Beschleuniger und Detektoren, um Experimente am Teilchenbeschleuniger FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research – vorzubereiten. Er geht 2021 in Darmstadt in Betrieb.

Der Teilchenbeschleuniger FAIR ermöglicht es, die „Ursuppe“, die wenige Sekundenbruchteile nach dem Urknall entstand, im Labor zu erzeugen. Die Forscher können so den Übergang zu den Atomkernen der leichtesten Elemente Wasserstoff und Helium beobachten. Auch die Entstehung schwererer Materie wie Kohlen- oder Sauerstoff wird untersucht. Diese Untersuchungen sollen zeigen, wie die Materie unseres heutigen Universums und damit auch wir entstanden sind. Das Forschungsprojekt verbindet dabei Theorie und Experiment ebenso wie Grundlagenforschung und technische Entwicklung.

Das Helmholtz International Center for FAIR (HIC for FAIR) wurde im Rahmen des Landesförderprogrammes LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst gegründet. Ziel ist es, die weltweit führende High-Tech-Forschung auf den Gebieten der Supernova-, Antimaterie- und Beschleunigerforschung in Hessen zu stärken. Am HIC for FAIR arbeiten hessische Universitäten und Forschungsinstitute auf einzigartige Weise zusammen.

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