LOEWE-Förderung stärkt die Uni-Allianz

Drei neue LOEWE-Schwerpunkte, an denen jeweils Forschungsteams der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt mitwirken, können zum 1. Januar 2020 ihre Arbeit aufnehmen. Die Projektverbünde werden im Rahmen der 12. Förderstaffel des hessischen LOEWE-Forschungsprogramms vier Jahre lang mit insgesamt mehr als 13 Millionen Euro unterstützt. Dies gab das Hessische Wissenschaftsministerium bekannt.

Professor Felix Hausch steht im Labor hinter Reagenzgläsern. Er appliziert etwas mit einer Pipette

Professor Dr. Felix Hausch, wissenschaftlicher Koordinator des LOEWE-Schwerpunkts TRABITA, Bild: Katrin Binner

Der neue LOEWE-Schwerpunkt „Architektur des Ordnens: Praktiken und Diskurse zwischen Entwerfen und Wissen“ ist an der Goethe-Universität angesiedelt. Interdisziplinäre Gruppen werden untersuchen, welche Bedeutung Architektur für gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Ordnungskonzepte hat und wie Begrifflichkeiten wie „Sicherheitsarchitektur“ oder „Gedankengebäude“ auf den Architektur-Diskurs zurückwirken. Forschungspartner sind die Technische Universität Darmstadt und das Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte. Die Arbeit des Schwerpunkts soll dazu beitragen, das architekturwissenschaftliche Profil der Rhein-Main-Region international zu schärfen.

Wie kommt man zu effektiveren Wirkstoffen für pharmakologisch bisher unzugängliche Proteine? Das wird der neue LOEWE-Schwerpunkt „TRABITA – Transiente Bindungstaschen für die Wirkstoffentwicklung“ an der TU Darmstadt erforschen. Medikamente entfalten ihr Potential   der Regel durch Bindung an krankheitsrelevante Proteine. Dafür ist es wichtig, die Struktur eines bestimmten Bindungsorts in diesen Proteinen – der sogenannten Bindungstasche – zu verstehen und auf dieser Basis verbesserte Medikamente zu entwickeln. Partner im Verbund sind die Goethe-Universität Frankfurt und die Hochschule Darmstadt.

Forscher der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt sind auch am neuen LOEWE-Schwerpunkt „GLUE – GPCR Ligands for Underexplored Epitopes“ beteiligt. Bei diesem von der Universität Marburg federführend koordinierten Projekt geht es um die Frage, wie Arzneimittel für ihre Angriffspunkte maßgeschneidert werden können, so dass sie zielgenau und besser verträglich wirken. Weiterer Partner ist das Max-Planck-Institut für Herz und Lungenforschung in Bad Nauheim.

RMU

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