• Graduate School

Standards des Regierens

  • Humanities and Social Sciences

Das von der DFG geförderte Graduiertenkolleg „Standards des Regierens“ an der TU Darmstadt und der Goethe-Universität Frankfurt erforscht Ideen und Praktiken, die sich unter dem Begriff „Good Governance“ als Standards eingebürgert haben. Darunter fallen allgemeine Normen wie Transparenz, Partizipation und Verantwortlichkeit („Accountability“) der Regierenden, je nach Konzeption aber auch spezifische wie Geschlechtergerechtigkeit, Korruptionsbekämpfung und systematische Evaluation von Politik. Die Anforderungen der „Good Governance“ setzen Maßstäbe im öffentlichen wie im privaten Sektor, von Staaten und Kommunen über börsennotierte Unternehmen und Finanzmarktteilnehmende bis zu Nichtregierungsorganisationen. Sie werden heute nach ihrer Performance auf Skalen der „Good Governance“ beurteilt und in Rankings gelistet.

Das Graduiertenkolleg verbindet Perspektiven aus Politikwissenschaft, Soziologie, Philosophie und Rechtswissenschaft. Im Mittelpunkt stehen Leitfragen, die das Verständnis von Standards des Regierens schärfen: Wie entstehen solche Standards? Warum werden sie kodifiziert? Warum verbreiten sie sich über Grenzen hinweg? Wie werden sie in der Praxis umgesetzt? Wie wird ihre Einhaltung gemessen? Wie werden sie durchgesetzt? Warum formiert sich Widerstand? Zur Beantwortung dieser Fragen verknüpft das Graduiertenkolleg Forschung und Qualifizierung in einem strukturierten Promotionsprogramm, in dessen Rahmen Ergebnisse in öffentlichen Vorträgen und Publikationen präsentiert werden.

Sprecher: Prof. Jens Steffek. Stellvertretende Sprecherin: Prof. Sandra Seubert. 

Förderzeitraum: 2023 bis 2028.

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