RHEIN-MAIN-UNIVERSITÄTEN MIT INSGESAMT ACHT ANTRÄGEN FÜR SONDERFORSCHUNGS ­BEREICHE ERFOLGREICH

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In der aktuellen Förderrunde der Deutschen Forschungs-gemeinschaft (DFG) für Sonderforschungsbereiche (SFB) schneiden die Rhein-Main-Universitäten (RMU) sehr erfolgreich ab. 

Wie die DFG am 15. Mai 2026 bekanntgegeben hat, wurden vier neue SFB mit RMU-Sprecherschaft oder RMU-Beteiligung bewilligt: SFB/TRR 440 „smART, ̡̡Specific mRNA targeting‘“, SFB 1767 „Funktionale Papiere“, SFB/TRR 460 „Dynamiken von immunologischer, glialer und neuronaler Netzwerkinteraktion“ und SFB 1784 „Das Zusammenspiel von Thrombose und Inflammation – Translation molekularer Mechanismen in klinische Applikationen (InTraC)“.

Verlängert wurden ebenfalls vier SFB unter RMU-Federführung oder RMU-Beteiligung: SFB 1507 „Proteinverbünde und Maschinerien in Zellmembranen“, SFB 1531 „Schadenskontrolle durch das Stroma-vaskuläre Kompartiment“, SFB 1487 „Eisen, neu gedacht!“ und SFB/TRR 234 „Lichtgetriebene molekulare Katalysatoren in hierarchisch strukturierten Materialien – Synthese und mechanistische Studien“. Bei der Hälfte der genannten acht Sonderforschungsbereiche kooperieren mindestens zwei RMU-Partnerinnen.

 

Die neu eingerichteten Sonderforschungsbereiche im Überblick:

 

SFB/TRR 440 „smART, ̡Specific mRNA targeting

Wie kann die Herstellung und Regulierung von Proteinen in gesunden wie in kranken Zellen beeinflusst werden, indem man gezielt bei mRNA-Molekülen ansetzt? Das untersucht der neue Sonderforschungsbereich/Transregio (TRR) 440 „smART“ von Goethe-Universität Frankfurt und Philipps-Universität Marburg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat bekannt gegeben, dass der TRR 440 für die kommenden drei Jahre und 9 Monate mit 12,3 Millionen Euro gefördert wird. 

mRNA wurde lange Zeit in den Lebenswissenschaften lediglich als passiver, kurzlebiger Botenstoff bewertet. Die Experimente von Katalyn Karikó und Drew Weissman – 2023 mit dem Nobelpreis geehrt – leiteten eine radikale Änderung dieser Einschätzung ein, und im Impfstoff gegen das SARS-CoV2-Virus zeigte mRNA sein riesiges Anwendungspotenzial. Heute ist bekannt, dass mRNA-Moleküle bei weitem nicht nur den Protein-Bauplan transportieren, sondern auf zahlreichen Ebenen die Herstellung von Proteinen regulieren. Der Sonderforschungsbereich/Transregio 440 smART, „Specific mRNA targeting“, der  hat sich zum Ziel gesetzt, chemisch-biologische Werkzeuge zu entwickeln, um gezielt mRNA-Moleküle anzusprechen. TRR 440-Sprecher Prof. Harald Schwalbe von der Goethe-Universität erklärt: „Mithilfe von chemischen und biologischen Werkzeugen, die eine spezifische Boten-RNA treffen, können wir dann etwa die Konzentration des entsprechenden Proteins in der Zelle kontrolliert erhöhen oder verringern. So werden wir besser verstehen, wie die Biologie der Zelle funktioniert und was bei Erkrankungen aus dem Ruder läuft.“ Ko-Sprecherin Prof. Julia Weigand von der Philipps-Universität Marburg ist überzeugt: „Wissenschaftlich etabliert sind bereits Methoden, die bestimmte, krankheitsrelevante mRNA eliminieren können. Mit dem Werkzeugkasten, den wir entwickeln werden, können wir auch die Produktion von Proteinen steigern, etwa um künftig krankheitsbedingte Unterfunktionen auszugleichen.“ Sprecherinstitutionen sind die Goethe-Universität Frankfurt und die Philipps-Universität Marburg, Partner die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Technische Universität Darmstadt, das Max-Planck-Institut für Biophysik, die Universität Heidelberg und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dieser SFB/TRR stärkt den RMU-Profilbereich „Health“.

 

 

SFB 1767 „Funktionale Papiere“

Papier ist ein faszinierender Werkstoff. Unter anderen hat es mit die höchsten Recyclingraten und zersetzt sich durch natürliche Prozesse, so dass es besonders nachhaltig ist. Zudem hat es einzigartige Eigenschaften mechanischer Art, im Zusammentreffen mit Flüssigkeiten oder durch seine Oberflächenbeschaffenheit. Schon heute ist es aus vielen Bereichen der Industrie und des täglichen Lebens nicht wegzudenken. Das inspiriert auch Ideen für künftige High-Tech-Anwendungen wie zum Beispiel in Sensoren oder 4D-gedruckten Robotern. Doch der Zusammenhang zwischen der chemischen und geometrischen Struktur von Papier und seinen Eigenschaftsprofilen ist noch nicht ausreichend verstanden, um aus den genannten Visionen reale Anwendungen folgen zu lassen. Hier setzt der neue SFB „Funktionale Papiere“ (Paper. With tailor-made properties to new applications) an. „Wenn man weiß, wie genau die Struktur von Papier dessen Eigenschaften bestimmt, kann man funktionale und maßgeschneiderte papier-basierte Materialien und funktionale Werkstoffe entwickeln – und dabei auch ganz neue Anwendungsfelder für Papier erschließen“, erläutert Professor Markus Biesalski, der Sprecher des neuen SFB und Leiter der Arbeitsgruppe Makromolekulare Chemie und Papierchemie an der TU Darmstadt.

Im Rahmen des Vorhabens werden Wissenschaftler*innen aus fünf Fachbereichen der TU gemeinsam mit externen Kolleg*innen die Zusammenhänge zwischen Fasern und Papierstruktur, Herstellungsprozessen, Eigenschaften der Papierprodukte und Anwendungsmöglichkeiten erforschen. Dabei kommen sowohl experimentelle wie auch rechnergestützte Methoden und Modelle zum Einsatz. Im Blick haben die Forschenden zunächst drei Anwendungsfelder für Papiermaterialien der Zukunft: papier-basierte Sensoren, leichtgewichtige Materialien für Anwendungen in der Konstruktion oder im Bauwesen sowie robotische Systeme aus dem flexiblen Grundstoff Papier.

Der SFB „Funktionale Papiere“ startet zum 1. Oktober, wird zunächst bis 2030 gefördert und stärkt den RMU-Profilbereich „Matter“. Er kann auf große Expertise der TU Darmstadt im Bereich Papierforschung aufbauen, unter anderem auf den vom Land Hessen geförderten LOEWE-Schwerpunkt „BAMP! – Bauen mit Papier“ sowie mehrere weitere Projekte, die von der DFG, dem Bundesforschungsministerium sowie der EU gefördert wurden. Am neuen SFB forschen Wissenschaftler*innen der Fachbereiche Chemie, Maschinenbau, Materialwissenschaften, Biologie und Physik der TU Darmstadt sowie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Universität des Saarlands, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Mainz sowie des Instituts für Fasern & Papier Heidenau.

 

 

SFB/TRR 460 „Dynamiken von immunologischer, glialer und neuronaler Netzwerkinteraktion“

Im Fokus dieses neuen SFB/TRR steht die Frage, wie Immunzellen, Gliazellen und Nervenzellen sich im Gehirn vernetzen und wie sich diese Zellnetzwerke bei Erkrankungen verändern. Die klinischen Forschenden um Prof. Dr. Stefan Bittner, Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz, Prof. Dr. Frauke Zipp, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz, und Sven Meuth, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Münster, untersuchen insbesondere neurologische und psychiatrische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Depressionen und weitere neuropsychiatrische Erkrankungen wie Demenz. Die Erkenntnisse wollen die Wissenschaftler*innen langfristig dazu nutzen, um Krankheitsverläufe besser vorherzusagen und neue, auf die Beeinflussung der Zellnetzwerke basierende Therapieansätze zu entwickeln.

Lange ging die Forschung davon aus, dass die Blut-Hirn-Schranke das Gehirn weitgehend vom Immunsystem abschirmt und so das empfindliche Nervensystem vor Entzündungen schützt. Die von der DFG geförderten Projekte führen die langjährige international erfolgreiche Arbeit aus Mainz und Münster fort, die gezeigt hat, dass Immunzellen eng mit Nervenzellen und sogenannten Gliazellen interagieren. Gliazellen versorgen etwa Nervenzellen mit Nährstoffen und unterstützen sie dabei, Signale weiterzuleiten. Zugleich spielen sie eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen im Gehirn. Verlieren diese Zellnetzwerke ihr Gleichgewicht, kann dies neurologische und psychische Erkrankungen begünstigen oder verstärken. Darum untersucht der neue SFB/TRR 460, wie diese Zellnetzwerke gesunde Hirnfunktionen steuern und welche Veränderungen Krankheitsprozesse antreiben. Zum Einsatz kommen dafür modernste Analyseverfahren, darunter Multiom-Analysen, Einzelzellsequenzierungen und hochauflösende Bildgebungsverfahren wie Magnetresonanztomographie (MRT) und Magnetoenzephalographie (MEG). Die Wissenschaftler*innen untersuchen die Zellnetzwerke sowohl in künstlicher Umgebung im Reagenzglas als auch in Tiermodellen und mittels computergestützter Modellierungen. Ergänzt werden diese Methoden durch klinische Studien.

Die Sprecherschaft des SFB/TRR 460 hat Prof. Dr. Stefan Bittner, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz, inne. Co-Sprecher*innen sind Prof. Dr. Frauke Zipp, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universitätsmedizin Mainz, sowie Prof. Dr. Sven Meuth vom Universitätsklinikum Münster. Weitere Partner des Forschungsverbunds sind die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Universität zu Köln sowie das Forschungszentrum Jülich. Die DFG fördert das Projekt aus dem RMU-Profilbereich „Health“ mit mehr als 12 Millionen Euro.

 

 

SFB 1784 „Das Zusammenspiel von Thrombose und Inflammation – Translation molekularer Mechanismen in klinische Applikationen (InTraC)“

Der neue SFB 1784 untersucht die Wechselwirkung zwischen Blutgerinnung und Entzündungsreaktionen. Diese Prozesse spielen unter anderem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungen oder Gefäßschäden eine zentrale Rolle. Die Forschenden wollen besser verstehen, wie Entzündungen die Bildung von Blutgerinnseln beeinflussen und wie Gerinnungsprozesse wiederum Entzündungen verstärken können. Langfristiges Ziel ist es, durch die Forschungsergebnisse krankhafte Prozesse frühzeitig erkennen und gezielter behandeln zu können sowie neue Ansätze für die Diagnostik, die Prävention und die Therapie sogenannter thromboinflammatorischer Erkrankungen entwickeln zu können. Dafür verfolgt der interdisziplinäre Forschungsverbund einen translationalen Ansatz, durch den Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung möglichst schnell in eine klinische Anwendung geführt werden sollen. Die Wissenschaftler*innen nutzen dafür modernste molekularbiologische Methoden wie sogenannte Multi-Omics-Analysen, die Daten über Gene, Proteine und Stoffwechselprodukte miteinander verknüpfen. Hinzu kommen bioinformatische Netzwerkanalysen sowie innovative Tiermodelle und bildgebende Verfahren. Zudem sollen neue Therapieansätze entwickelt werden, darunter RNA-basierte Therapien, Gentherapien und zellbasierte Behandlungsstrategien.

Am SFB 1784 sind von der Universitätsmedizin Mainz Dr. Magdalena Bochenek, Prof. Dr. Christoph Reinhardt und Prof. Dr. Wolfram Ruf vom Centrum für Thrombose und Hämostase, Prof. Dr. Katrin Schäfer vom Zentrum für Kardiologie und PD Dr. Nadine Müller-Calleja vom Institut für Klinische Chemie und Labormedizin beteiligt. Die Sprecherschaft hat Prof. Dr. Steffen Massberg, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München, inne. Das Projekt wird mit rund 12,8 Millionen Euro gefördert.

 

 

Die verlängerten Sonderforschungsbereiche im Überblick:

 

SFB 1507 „Proteinverbünde und Maschinerien in Zellmembranen

Der Erforschung großer Proteinkomplexe in Membranen von Zellen widmet sich dieser SFB. Solche in Membranen eingebettete oder daran assoziierte Proteinkomplexe wandeln Energie, transportieren Nährstoffe, Stoffwechselprodukte oder Steuerungssignale oder vermitteln Interaktionen mit Krankheitserregern und ermöglichen so die Wechselwirkungen zwischen dem „Drinnen“ und „Draußen“. Der SFB 1507 will die Organisations- und Funktionsprinzipien dieser großen, dynamischen Proteinkomplexe verstehen, zum Beispiel wie diese Komplexe in der zellulären Selbstverteidigung oder bei Kommunikationsprozessen zusammenwirken. Der Sonderforschungsbereich 1507 wird bis 2030 mit insgesamt 15,7 Millionen Euro gefördert. Federführend ist die Goethe-Universität unter Leitung von Prof. Robert Tampé. Partner sind das Max-Planck-Institut für Biophysik, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Dieser SFB unter Kooperation zweier RMU-Partnerinnen zahlt auf den RMU-Profilbereich „Health“ ein.

 

 

SFB 1531 „Schadenskontrolle durch das Stroma-vaskuläre Kompartiment“

Wie das Bindegewebe oder Stroma im Körper die Heilung beschädigter Organstrukturen unterstützt, untersucht der SFB 1531. Im Fokus stehen Reparaturprozesse, die nach Verletzungen im Gehirn, des Herzens oder von Gefäßen als Folge von Herz-Kreislauferkrankungen in Gang gesetzt werden, wie zum Beispiel Infarkten. Verschiedene Zellen agieren bei den komplexen Prozessen äußerst koordiniert. Die Aufklärung dieses Zusammenspiels dient als Grundlage dafür, Wege zu finden, wie medizinisch solche körpereigenen Heilungsprozesse unterstützt werden können. Der Sonderforschungsbereich 1531 wird bis 2030 mit insgesamt 17,1 Millionen Euro gefördert. Sprecherin ist die Goethe-Universität (Prof. Ralf Brandes), Partner sind das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim, das Berliner Institut für Gesundheitsforschung an der Charité, das Universitätsklinikum Heidelberg und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Mit den Universitäten in Frankfurt und Mainz kooperieren in dem SFB zwei Partnerinnen der strategischen Allianz der Rhein-Main-Universitäten. Dieser SFB stärkt den RMU-Profilbereich „Health“.

 

 

SFB 1487 „Eisen, neu gedacht!“

Der Sonderforschungsbereich widmet sich der Herausforderung, dass für eine nachhaltige Zukunft viele Materialien und Prozesse überdacht werden müssen, da sie auf seltenen, toxischen oder kritischen Elementen basieren. 

Eisen ist in diesem Zusammenhang ein sehr vielversprechender Ersatz, da es günstig, umweltfreundlich und chemisch vielseitig ist. Doch seine hohe und oft unkontrollierte Reaktivität erschwert bisher den breiten Einsatz. „Wir haben die Vision, dass wir mit Hilfe der Chemie die Umgebung von Eisen so modulieren können, dass seine Reaktivität und Eigenschaften für nachhaltige Anwendungen gezielt gesteuert werden können“ erläutert die Sprecherin des SFB, TU-Professorin Ulrike Kramm. Mögliche Anwendungsfelder reichen von der Katalyse für eine nachhaltige Produktion von Basischemikalien über Brennstoffzellen im Bereich Automotive bis hin zu neuartigen magnetischen Materialien für Kühlsysteme und Windkraftanlagen. Aufgrund seiner überzeugenden wissenschaftlichen Erfolge wird somit der SFB „Eisen, neu gedacht!“ ab Juli 2026 bis Ende 2029 in seine zweite Förderperiode gehen.

Der SFB „Eisen, neu gedacht!“, der den RMU-Profilbereich „Matter“ stärkt, bündelt das Fachwissen zu Eisen mit Beteiligung der beiden anderen Rhein-Main-Universitäten Frankfurt und Mainz sowie den Partneruniversitäten Heidelberg, Paderborn, Bayreuth, der TU München und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion. 

 

 

SFB/TRR 234: Lichtgetriebene molekulare Katalysatoren in hierarchisch strukturierten Materialien – Synthese und mechanistische Studien

Dieser SFB/TRR geht in seine dritte Förderperiode. Der Verbund erforscht die Grundlagen lichtgetriebener Katalyse nach dem Vorbild der natürlichen Photosynthese: Molekulare Lichtsammler und Katalysatoren werden in weiche Materie wie Polymere und Biopolymere eingebettet, um so künstliche photosynthetische Architekturen zu schaffen, die Sonnenlicht direkt in chemische Energie umwandeln können – beispielsweise in Form von grünem Wasserstoff durch lichtgetriebene Wasserspaltung. In der neuen Förderperiode liegt der Schwerpunkt auf der vollständigen Integration der entwickelten Materialsysteme in Durchfluss-Photoreaktoren mit Online-Analytik sowie auf der gezielten Ablösung edelmetallbasierter Verbindungen durch nachhaltigere Alternativen. Die Kombination fortschrittlicher experimenteller Methoden mit hochwertigen quantenchemischen Berechnungen soll tiefgreifendes Verständnis zur Reaktivität dieser Systeme über verschiedene Längen- und Zeitskalen ermöglichen.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist durch Prof. Dr. Carsten Streb, Department Chemie, vertreten. Seine Arbeitsgruppe entwickelt im Rahmen von CataLight neuartige, edelmetallfreie Katalysatoren für die lichtgetriebene Wasseroxidation und Wasserstoffentwicklung, sowie 3D-Drucktechniken für die Entwicklung mikrostrukturierter Photoreaktoren. Die DFG fördert den Verbund in der neuen Förderperiode mit rund vierzehn Millionen Euro über vier Jahre. Neben der Sprecherhochschule Universität Ulm sind weiterhin die Friedrich-Schiller-Universität Jena, die Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg, die Universität Wien, das Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena, das Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung Leipzig, sowie das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz beteiligt.

 

 

Hintergrund:

Sonderforschungsbereiche sind von der DFG auf bis zu zwölf Jahre angelegte Verbundprojekte der Hochschulen, in denen Wissenschaftler*innen fächerübergreifend zusammenarbeiten. Sie ermöglichen anspruchsvolle, langfristig konzipierte Forschungsvorhaben und dienen der Schwerpunkt- und Strukturbildung. In der neuen Förderrunde wurden 13 SFB neu eingerichtet und 25 verlängert. Ab Oktober 2026 fördert die DFG insgesamt 260 dieser Verbundprojekte.

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