VW-Stiftung fördert neues RMU-Projekt zur Entwicklung von Medikamenten gegen SARS-CoV-2

Das Gemeinschaftsprojekt "Target-RNA-antiV" der Goethe Univerität Frankfurt und der TU Darmstadt wird erforschen, wie die Genregulation des Sars-CoV-2 gezielt gestört werden kann, um neue COVID-19-Therapieansätze zu entwickeln.

Das Projekt „Target-RNA-antiV“ setzt bei der Wirkstoffsuche direkt am viralen Erbgut RNA an. Dabei bauen Prof. Maike Windbergs und Prof. Harald Schwalbe (beide Goethe-Universität) und Dr. Julia Weigand (TU Darmstadt) auf Arbeiten des internationalen COVID-19-NMR-Konsortiums auf (vgl. https://tinygu.de/GenomFaltung), das im Genom von SARS-CoV-2 insgesamt 15 Steuerungselements identifiziert hat. Mit deren Hilfe dirigiert das Virus den Infektionsablauf in der menschlichen Zelle. Eines dieser Steuerungselemente steht im Fokus von „Target-RNA-antiV“. Es handelt sich um eine Art Schalter, mit dem das Virus aus demselben Stück Erbgut zwei verschiedene Virusproteine herstellen kann (RNA-Pseudoknotenlement). Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden kleine Moleküle suchen, die diesen Schalter blockieren, sodass das Virus eine Reihe wichtiger Proteine nicht mehr herstellen kann. Viel versprechende Wirkstoffkandidaten sollen dann als Spray auf 3D-Zellkulturmodellen der menschlichen Lunge gesprüht werden, um die potenzielle Anwendbarkeit als Therapeutikum zu testen.

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Pressemitteilung der Goethe Universität Frankfurt
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