Zukunftswerkstatt „Brücken bauen: Wissenschafts­kommunikation zwischen Forschung und Praxis“

Bilder: RMU-Geschäftsstelle

Rund 25 Praktiker*innen der Wissenschaftskommunikation und Wissenschaftskommunikationsforschende kamen am 26. und 27. Mai im Rahmen der Zukunftswerkstatt „Brücken bauen: Wissenschaftskommunikation zwischen Forschung und Praxis“ der WissKomm Academy und der Rhein Main Universitäten zu einem regen Austausch zusammen. 

In einem ganztägigen Workshop haben die Teilnehmenden die Barrieren zwischen Forschung und Praxis in der Wissenschaftskommunikation identifiziert und gemeinsam Konzepte entwickelt, wie diese Barrieren überwunden werden können bzw. wie sich zwischen Forschung und Praxis Brücken bauen lassen.

Die Teilnehmenden betonten die Bedeutung neuer Formate und Räume, um Wissenschaftskommunikation nachhaltig zu institutionalisieren und Vertrauen innerhalb der Institutionen weiter auszubauen. Besonders hervorgehoben wurden dabei Peer-Learning-Ansätze, Ambassador-Programme sowie die kontinuierliche Pflege von Kontakten. 

Gleichzeitig wurde auch die Herausforderung diskutiert, bestehende strukturelle Barrieren zu überwinden: Häufig erreichten Wissenschaftskommunikation und bestehende Austauschformate noch immer dieselben Zielgruppen. So sollten neue Zugänge auch an sogenannten „Dritten Orten“ entstehen, um neue Zielgruppen anzusprechen und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft breiter zu öffnen.

Im Zentrum der erarbeiteten Konzepte standen stets der Austausch und die Vernetzung verschiedener Stakeholdergruppen, um ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln – sei es unter Wissenschaftler*innen, mit anderen Kommunikator*innen, Institutionen oder der Gesellschaft. 

Ein weiteres zentrales Thema war die Evaluation. Angesichts knapper werdender Ressourcen wurde die Bedeutung von Partner*innen für Evaluation und Begleitforschung hervorgehoben. Um eine erfolgreiche Wissenschaftskommunikation nachhaltig weiterzuentwickeln, müssten Ergebnisse künftig noch stärker geteilt und allgemein zugänglich gemacht werden.

Die Zukunftswerkstatt profitierte dabei auch stark von den vielfältigen Hintergründen der Teilnehmenden, von angewandten Hochschulen und Universitäten über außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bis hin zu Radio und Agenturen. „Diese Bandbreite verdeutlicht, wie fach- und institutionsübergreifend Wissenschaftskommunikation ist, und welche Relevanz der Austausch und die Vernetzung haben“, betont Dr. Aglaia Schieke, Koordinatorin der WissKomm Academy, die zusammen mit Prof. Dr. Elena Link, Juniorprofessorin für Wissenschaftskommunikation an der JGU und Dr. Patrick Honecker, CCO der TU Darmstadt, die Veranstaltung organisiert hat. „Sie ist erneut ein starkes Zeichen dafür, dass die Rhein-Main-Universitäten und ihre Netzwerkpartner in der Region gemeinsam Lösungen für die großen Fragen unserer Zeit entwickeln“, ergänzen Link und Honecker.

Der Workshop richtete sich besonders an Forschende und Praktiker*innen in frühen Karrierephasen, mit dem Ziel, einen innovativen Begegnungsraum zu schaffen. Die Teilnehmenden erlebten den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis als sehr bereichernd für ihre zukünftige Arbeit. Bereits die Workshoprunde selbst wurde als wertvoller Ausgangspunkt für ein wachsendes Netzwerk verstanden.

Die Zukunftswerkstatt wurde gemeinsam ausgerichtet von den Rhein-Main-Universitäten und der WissKomm Academy an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz und im Rahmen der WissKomm Academy und von der FAZIT-Stiftung gefördert.

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