Das Allgemeinwissen erweitern

Enes Salija studiert an der TU Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau, an der Frankfurter Goethe-Universität ist er für Wirtschaft, Englisch und Psychologie eingeschrieben. Dass er seinen verschiedenen Interessensgebieten an gleich zwei Universitäten nachgehen kann, verdankt er dem „RMU-Studium“, mit dem die Rhein-Main-Universitäten ein offenes Studienangebot mit ausgewählten Lehrveranstaltungen für ihre mehr als 100.000 Studierenden geschaffen haben. RMU-Studierende können sich an den Unis in Darmstadt, Mainz und Frankfurt gleichzeitig einschreiben.

Enes Salija auf dem Campus der TU Darmstadt. Foto: Claus Völker

Mathematik hat Enes Salija schon zu Schulzeiten fasziniert. „Ich konnte immer gut rechnen“, sagt er. Bei der Studienwahl schwankte der 20-Jährige daher länger zwischen den Fächern Maschinenbau und Wirtschaft. Politik und Wirtschaft, kurz PoWi, zählte in der Oberstufe zu seinen Leistungskursen. Dass er an der TU Darmstadt einen Bachelorstudiengang fand, der seine beiden Vorlieben kombiniert, macht für den 20-Jährigen den Reiz aus. Mittlerweile studiert Salija im dritten Semester Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau.

Seine Fühler hat er als RMU-Student jetzt auch an der Goethe-Universität in Richtung Wirtschaftswissenschaften ausgestreckt. „Der Frankfurter Fachbereich ist bekannt und hat einen guten Ruf“, sagt Enes Salija. Deshalb würde er gerne auch dort Lehrveranstaltungen besuchen, die sein Studium in Darmstadt ergänzen, doch noch sind Angebote aus diesem Fachbereich nicht im Programm des RMU-Studiums verzeichnet. Bis es soweit ist, will er sich auf andere Bereiche konzentrieren. Offiziell eingeschrieben ist er aber bereits an der Frankfurter Universität. „Die Goethe-Karte habe ich schon“, erzählt er. Der Campus Westend gefällt ihm gut, ihn hat er schon vor Corona-Zeiten des Öfteren besucht, weil Freunde an der Universität immatrikuliert sind.

Der 20-Jährige interessiert sich neben Wirtschaftsthemen auch für Vorlesungen in English Studies und Psychologie. Er hatte Englisch als Leistungskurs im Abitur, will seine Sprachkenntnisse und sein Wissen in diesem Bereich jedoch weiter verfeinern. Der RMU-Student möchte in Frankfurt auch Fächer belegen, „die so gar nichts mit meinem Studium an der TU zu tun haben“. Salija will auf diesem Weg sein Allgemeinwissen vertiefen. „Ein breites Wissen hat im späteren Arbeitsleben einen großen Stellenwert“, ist er überzeugt. Sein Studium an der TU Darmstadt, betont er, sei sehr auf Teamarbeit sowie Internationale Zusammenarbeit und Weiterbildung fokussiert. Das RMU-Studium sieht er als Chance, Studierende mit ganz unterschiedlichen Zielen und Begabungen kennenzulernen und seinen Horizont so zu erweitern.

Welche Möglichkeiten und Lehrveranstaltungen sich ihm bieten, will er im jetzigen Wintersemester ausloten und im Sommersemester dann intensiv angehen. Toll findet Enes Salija schon jetzt, dass er mit dem RMU-Studium die Bibliotheken der Goethe-Universität nutzen kann. Der Student wohnt in Karben in der Wetterau und pendelte bisher mehrere Stunden zur Uni nach Darmstadt. „Frankfurt“, sagt er, „liegt für mich genau in der Mitte. Künftig kann ich auch dort in der Bibliothek arbeiten und lernen.“ (alu)    

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