Man kann neue Erfahrungen machen!

Ceylan Dogan studiert im 5. Semester an der Goethe-Universität Geschichte und Islamische Religion auf Lehramt. Im ersten RMU-Semester an der Technischen Universität Darmstadt hat sie Kurse in Kurdisch und Alte Geschichte belegt. Mit dem RMU-Studium schaffen die Rhein-Main-Universitäten ein offenes Studienangebot mit ausgewählten Lehrveranstaltungen für ihre mehr als 100.000 Studierenden. RMU-Studierende können sich an den Unis in Darmstadt, Mainz und Frankfurt gleichzeitig einschreiben.

Die Studentin Ceylan Dogan steht auf dem Campus der Goethe-Universität Frankfurt und schaut in die Kamera, Foto: Uwe Dettmar

Ceylan Dogan auf dem Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt. Foto: Uwe Dettmar

Dass Ceylan Dogan seit dem laufenden Semester RMU-Studentin an der TU Darmstadt ist, hat sich für die Erfinder der Strategischen Allianz der Rhein-Main-Universitäten schon gelohnt: Denn die Frankfurter Studentin hat bereits zwei Kommilitoninnen für das Studium hinzugewonnen – auch diejenige, die Dogan selbst auf den Flyer zum RMU-Studium aufmerksam gemacht hatte. „Sie bezahlte doppelte Studiengebühren, um an zwei Unis zu studieren, wusste also gar nicht, dass das im RMU-Studium gar nicht nötig ist!“ Weit mehr Studierende pendelten im Rhein-Main-Dreieck, ist Dogan überzeugt, wäre ihnen das RMU-Uniprojekt bekannt. „Es hat sehr viele Vorteile. Man kann neue Erfahrungen machen und auch Kurse wiederholen“, erklärt Dogan. „Definitiv“ habe sich ihre Einschreibung gelohnt, auch wenn der Start stressig gewesen sei: Als die digitale Anmeldung einfach nicht klappen wollte und Dogan unter Zeitdruck in Dauerschleife mit dem Organisatoren telefonierte, reagierten diese zu ihrer Überraschung nicht genervt, sondern hilfsbereit. „Ich fühlte mich direkt sehr aufgenommen.“

Attraktiv ist das RMU-Studium für die Frankfurter Studentin mit den Fächern Geschichte und Islamische Religion, weil sie jetzt mit einer guten Freundin, die an der TU Darmstadt studiert, gemeinsame Sache machen kann. „Wir tauschen uns über Themen aus, besprechen Aufgaben, sind einfach mehr in Kontakt.“ Und: In Darmstadt wird, anders als in Frankfurt, Kurdisch angeboten. Die Freundinnen haben den einzigen Kurs – einen Anfängerkurs – belegt. Für ihr Studium brauchen sie diese Sprache nicht: Das Zertifikat erhöht aber ihre Chancen, als Dolmetscherinnen tätig zu werden. In einem Schulpraktikum und in Flüchtlingsheimen hat Ceylan Dogan ihre Kurdisch-Kenntnisse schon einbringen können. Den anspruchsvolleren Fortsetzungskurs hat sie für das kommende Semester deshalb schon eingeplant.

So überzeugt die Studentin von dem RMU-Angebot ist: Sie hat auch einen Verbesserungsvorschlag. Anders als in Frankfurt werden im Darmstädter Seminarangebot die Prüfungsverfahren nicht immer mitaufgeführt. Portfolios, Klausuren, regelmäßige Übungsaufgaben - warum dies nicht gleich im Seminarangebot vermerken, anstatt auf die Studienordnung verweisen? Es hat deshalb etwas gedauert, bis Dogan in Darmstadt ein zum Frankfurter Studium passendes Seminar in Alter Geschichte gefunden hat. Jetzt aber passt es ganz genau.

(pb)

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Porträt des RMU-Studierenden David Botschek
Porträt des RMU-Studierenden Marcel Juhas
Porträt der RMU-Studierenden Merve Akpinar
Porträt des RMU-Studierenden Enes Salija
Porträt des RMU-Studierenden Johannes Maiterth
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