Vom breiten Studienangebot des RMU-Studiums profitieren

Marcel Juhas studiert im 4. Semester an der Goethe-Universität Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients sowie Islamische Studien. Im ersten RMU-Semester an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat er einen Kurs in Biblischer Archäologie belegt. Mit dem RMU-Studium schaffen die Rhein-Main-Universitäten ein offenes Studienangebot mit ausgewählten Lehrveranstaltungen für ihre mehr als 100.000 Studierenden. RMU-Studierende können sich an den Unis in Darmstadt, Mainz und Frankfurt gleichzeitig einschreiben.

Marcel Juhas hält sich gern in der Rotunde des Hauptgebäudes auf dem Campus Westend der Goethe-Universität auf. Foto: Uwe Dettmar

Flyer oder Webseite? Der Student der Goethe-Universität Marcel Juhas kann sich nicht mehr genau daran erinnern, wie er auf das RMU-Studium aufmerksam wurde. „Total suspekt“, daran erinnert er sich aber genau, sei ihm das Angebot zunächst gewesen. Nur einmal Semestergebühren zahlen für ein fast dreimal umfangreicheres Studienangebot? Kann das stimmen? Da habe er erst einmal sehr eingehend recherchiert. Als dann die Einschreibung nur mit bürokratischem Minimalaufwand möglich war – „die Studienbescheinigung von der Goethe-Uni schicken, das war’s“ –, hatte das RMU-Studium einen Fan mehr.

Zwei Gründe haben Marcel Juhas im RMU-Studium nach Mainz gezogen: Sein dortiger Wohnort – dieser erspart ihm nun mitunter mehrstündiges Pendeln und verkürzt den Weg zur nächsten Unibibliothek. Und: das Fach „Biblische Archäologie“, das es nur in Mainz gibt. Bei Ausgrabungen in Jerusalem ist der Frankfurter Student in der kleinen, gut vernetzten Archäologie-Community auf dieses Fach aufmerksam geworden. Sein Mainzer Dozent nahm sich nun auch prompt Zeit für ihn und konferierte ebenso prompt mit dem Frankfurter Archäologiekollegen. Juhas hält es nicht für ausgeschlossen, seine Bachelorarbeit im Fach Biblische Archäologie zu schreiben – auch wenn er sich für diesen Fall noch erkundigen muss, welcher seiner Frankfurt-Mainzer-Archäologie-Dozenten als Gutachter zuständig sein wird. Sein zweites Fach Islamwissenschaft will Juhas aber weiterhin vor allem in Frankfurt studieren: „Ich bin mit der Goethe total zufrieden.“

Im Moment ist der 31-Jährige, der sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg gemacht hat und neben dem Studium als Werkstudent tätig ist, mit seinem Studium gut ausgelastet. Dabeibleiben und vom breiten Studienangebot des RMU-Studiums profitieren will Marcel Juhas aber auf jeden Fall. Im geplanten Masterstudium kann er sich gut vorstellen, Kurse einer Mainzer Besonderheit, dem Studium generale, zu belegen. Ganz oben auf seiner To-learn-Liste stehen aber Sprachen, die er jedem, der um die Welt kommen will, ans Herz legt. Althebräisch braucht er für sein erstes Fach „Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients“ - und Arabisch. In arabischer Sprache hat er sich bei Ausgrabungen mit den Anwohnern schon verständlich machen können. Das motiviert.

Wo auch immer der Mainzer sein Arabischstudium fortsetzen wird, in Mainz, Frankfurt oder parallel an beiden Orten - den Satz eines Professors im ersten Semester hat er nicht vergessen: „Wenn Sie Arabisch können, sind sie schneller vom Arbeitsmarkt weg als Sie denken.“ Mit seinem Frankfurt-Mainzer-RMU-Studium ist Marcel Juhas dafür genau an der richtigen Stelle.

(pb)

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Porträt des RMU-Studierenden David Botschek
Porträt der RMU-Studierenden Merve Akpinar
Porträt der RMU-Studierenden Ceylan Dogan
Porträt des RMU-Studierenden Enes Salija
Porträt des RMU-Studierenden Johannes Maiterth
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Frankfurt
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